1. a) Nennen Sie die „Gefahrenmomente“ des Jahres 1923, die der Autor in seinem
Rückblick anspricht, und stellen Sie dar, warum jeder Einzelne für den
Bestand der Republik eine Gefahr dargestellt hat.
b) An welche Politiker bzw. politischen Gruppen mag der Botschafter gedacht
haben? Begründen Sie deren Verdienste im Jahr 1923
2. Mit welchen Begriffen und mit welchen Argumenten wirbt der Volksblock für
seinen Kandidaten Wilhelm MARX?
b) Beurteilen Sie bitte Umfang und Art der Polemik gegen den Reichsblock.
(Interpretieren Sie einige dieser Argumente in Hinblick auf den Vorwurf:
„Wirrwarr im Reichsblock!“ usw.)
c) Wie beurteilen Sie im Volksblock-Aufruf die auffällig wohlwollende Haltung
dem Kandidaten HINDENBURG gegenüber?
d) Mit welchen politischen Vorstellungen wirbt der Reichsblock für HINDENBURG?
e) Erkennen Sie in der Sprache des Reichsblock-Aufrufs eine Anleihe an die
bestehende republikanische Staatsordnung?
3. Den langwierigen Prozess der Auflösung der demokratischen Ordnung in Deutschland haben wir Ihnen in Kapitel 7 dargestellt. Es bleibt jedoch eine offene Frage,
welchen Zeitpunkt man als das Ende der parlamentarischen Demokratie fixieren
soll. Der Historiker Arthur ROSENBERG z. B. schließt seine Darstellung über die
Weimarer Republik bereits mit den Ereignissen im Frühjahr 1930 ab. Alles, was
dann noch folgt, wird bei ihm als ein Nachspiel nur skizziert.
Versuchen Sie, diese Sichtweise, die Geschichte Weimars mit dem Scheitern der
„Großen Koalition“ enden zu lassen, zu würdigen bzw. kritisch zu kommentieren
4. Versetzen Sie sich nun bitte in die Situation eines SPD-Funktionärs, der Ende
Februar 1932 auf einer Wahlversammlung von Arbeitern seine Zuhörer davon
überzeugen will, dass sie jetzt unbedingt HINDENBURG zum Reichspräsidenten
wählen müssten. Welche Rede würden Sie in dieser Situation halten, da Ihnen klar
ist, dass der (hier wiedergegebene) Wahlaufruf der SPD die Zuhörer noch nicht voll
überzeugt hat. (Formulieren Sie bitte nur die Sätze Ihrer Rede, in denen Sie sich
argumentativ mit der zu vermutenden Kritik Ihres Publikums an dem Wahlvorschlag auseinander setzen.)