Sie sind in der Firma Cologne Office Equipment GmbH in Köln bislang in drei Abteilungen tätig gewesen. In diesen drei Abteilungen haben Sie sehr unterschiedliche Vorgesetzte erlebt.
Der Vorgesetzte A trat in seiner Funktion als Vorgesetzter kaum in Erscheinung. Als Mitarbeiter hatten Sie große Freiräume, Kontrollen fanden so gut wie keine statt.
Mitarbeiterbesprechungen waren eher die Ausnahme. Lediglich beim Auftreten von
Kundenbeschwerden fragte der Vorgesetzte nach, was denn passiert sei. Mitarbeitergespräche für Förderungsmaßnahmen wurden vom Vorgesetzten nicht vereinbart.
Wenn es zu Gesprächen mit den Vorgesetzten kam, dann ging die Initiative in aller Regel
vom Mitarbeiter aus. Informationen wurden von Seiten des Vorgesetzten meistens so
spät weitergegeben, dass die Mitarbeiter sich längst anderweitig informiert hatten.
Arbeitsrückstände interessierten den Vorgesetzten nicht weiter. Der Vorgesetzte war der
Meinung, dass sich im Laufe der Zeit schon alles zurechtlaufen werde.
Der Vorgesetzte B trat in seiner Funktion als Vorgesetzter stark in Erscheinung. Als Mitarbeiter hatten Sie so gut wie keine Freiräume, Kontrollen fanden regelmäßig statt.
Mitarbeiterbesprechungen fanden zumeist als Monolog des Vorgesetzten statt. Traten
Kundenbeschwerden auf, dann wurde der betroffene Mitarbeiter vom Vorgesetzten
verhörartig befragt. Mitarbeitergespräche als Förderungsmaßnahmen fanden nur statt,
wenn die Initiative vom Mitarbeiter ausging. Die meisten Mitarbeiter trauten sich aber
gar nicht, um solche Gespräche zu bitten. Informationen wurden von Seiten des Vorgesetzten nur sehr gefiltert, also unvollständig, weitergegeben. Der Vorgesetzte nutzte
seine Informationspolitik als Informationsvorsprung gegenüber den Mitarbeitern. Arbeitsrückstände wurden sofort vom Vorgesetzten registriert und wurden gegenüber den
betroffenen Mitarbeitern sofort angesprochen. Der Vorgesetzte war der Meinung, dass
seine Mitarbeiter ohne ihn gar nicht arbeitsfähig wären.
Der Vorgesetzte C trat in seiner Funktion als Vorgesetzter nur in Erscheinung, wenn es
unbedingt notwendig war. Der Vorgesetzte begriff sich sonst als ein Teammitglied wie
jeder andere Mitarbeiter auch. Als Mitarbeiter haben Sie vereinbarte Freiräume, auch
die Kontrollsituationen waren vereinbart. Mitarbeiterbesprechungen fanden regelmäßig
statt. Jeder Mitarbeiter hatte das Recht, falls erforderlich, kurzfristig eine Mitarbeiterbesprechung beim Vorgesetzten zu beantragen. Bei Kundenbeschwerden vereinbarte der
Mitarbeiter mit dem Vorgesetzten einen Rücksprachetermin. Mitarbeitergespräche für
Fördermaßnahmen fanden regelmäßig statt. Alle für die Mitarbeiter relevanten Informationen wurden vom Vorgesetzten schnell, zeitgleich und vollständig weitergegeben.
Arbeitsrückstände meldeten die Mitarbeiter ab einem bestimmten Umfang dem Vorgesetzten und dann fand ein Gespräch statt, um gemeinsam zu überlegen, wie und in
welchem Zeitraum der Rückstand abgebaut werden könne.
Der Vorgesetzte war der Meinung, dass das Team menschlich und arbeitstechnisch im
Vordergrund stehen müsse. Führungsmittel, -instrumente und -techniken
Aufgabe 1.1:
Welche Führungsstile werden von den Vorgesetzten A, B und C eingesetzt?
Begründen Sie Ihre Meinung.
7 Pkt.
Aufgabe 1.2:
Wie sind die Vorgesetzten A, B und C in das „Verhaltensgitter“ einzuordnen?
Begründen Sie Ihre Einordnung.
7 Pkt.
Aufgabe 1.3:
Welche Management-by-Techniken werden von den Vorgesetzten A, B und C eingesetzt?
Begründen Sie Ihre Entscheidung.
7 Pkt.
Mitarbeitergespräche und Gesprächsführung
Aufgabe 1.4:
Was für eine Art von Mitarbeitergesprächen führen der Vorgesetzte A, B und C?
Begründen Sie Ihre Meinung.
7 Pkt.
Aufgabe 1.5:
Wie erfolgreich dürfte die Gesprächsführung der Vorgesetzten A, B und C sein?
Begründen Sie Ihre Meinung.
7 Pkt.